Kosten senken und weniger Suchzeiten? Mit dieser einfachen Regel gelingt es Ihnen garantiert!

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Suchzeiten und Kosten senken durch Resteregel

Dieses Problem ist ein Evergreen in fast jedem Unternehmen: Materialreste die sich nach und nach zu einem „wilden“ Lager etablieren. Das Resultat sind oft hohe Suchzeiten. Gerade in Betrieben, die im Handwerk tätig sind, ist das Problem ein gewohnter Anblick. Nicht verarbeitete Materialien, Verschnitt von Maschinen oder B-Ware, die nicht beim Kunden sichtbar verbaut werden kann, wird früher oder später seinen Weg in eine abgelegene Ecke der Werkstatt finden. Dort liegt dann alles, was man möglicherweise nochmal gebrauchen kann oder von dem man einfach nicht weiß, ob man es entsorgen darf.

Der unschöne Anblick ist die eine Sache, die Kosten die durch die Suchzeiten in diesen sogenannten „wilden“ Lagern entstehen, ist nochmal eine ganz andere. Wer seine Kosten senken möchte, sollte hier einmal genauer hinsehen!

Wie entstehen diese sogenannten „wilden“ Lager?

Gehen wir einmal an den Ausgangspunkt dieser Entwicklung – der Auftrag wird erteilt. Infolgedessen wird Material bestellt und ausgelagert. Als nächstes wird es auf einen Transporter geladen und zum Einsatzort gebracht. In der Regel ist es nicht immer möglich, abgezähltes Material mit auf eine Baustelle mitzunehmen. Es geht immer etwas kaputt oder der Materialeinsatz wurde nicht richtig kalkuliert – das ist jetzt aber nicht das Thema. Nach Abschluss der Baustelle werden nicht benötigte Materialien oder große Reste wieder zurück ins Unternehmen gebracht – man könnte es natürlich noch gebrauchen. Nehmen wir einfach mal an, es handelt sich um Holzbalken. Die Mitarbeiter bringen 3 Holzbalken im original-Zustand (2,5 m) wieder mit und lassen es zurück lagern. Dann haben sie noch die üblichen Verschnitte von 1 m, 1,25 m und 2,3 m auf ihrem Transporter liegen – was also tun?

Spätestens jetzt werden sich ihre Mitarbeiter die Frage stellen, was sie mit den Materialresten anstellen sollen. In 99% der Fälle entscheiden sich die Mitarbeiter für die Aufbewahrung. Da es aber keinen Lagerplatz gibt und diese Reste nur in Ausnahmefällen oder in bestimmten Situationen einsetzbar sind, werden sie an einen beliebigen Ort der Firma gebracht und dort abgelegt. Ein „wildes“ Lager entsteht – wenn es dieses nicht bereits gibt.

Was sind die Folgen?

Dieses Spiel läuft nun immer wieder von vorne ab, bis an besagter Stelle der Platz eng wird. Es dauert nicht lange bis ein neuer Lagerplatz für alles Mögliche entsteht. Im Haushalt kennt man solche Orte als: „Wenn, dann da-Ort“. Diese Plätze sprechen sich relativ schnell rum und sorgen dafür, dass die Leute anfangen sich munter daran zu bedienen. Infolgedessen wird dieses Material aufwendig umgearbeitet oder irgendwie dazwischen „gefummelt“. Den Mitarbeitern kann man an diesem Punkt keinen Vorwurf machen – sie wollen ja sparen. Gut gemeint ist aber nicht immer gut gemacht, weil der Aufwand für die Verwendung von solchen Dingen oft deutlich höher ist als gedacht. Die Arbeitszeit die für die Umarbeitung und der Mehraufwand für die Verwendung, kosten am Ende mehr als ein komplett neues Stück. Auch die Suchzeiten steigen enorm an, da viele Mitarbeiter erstmal nach nützlichen Resten suchen – man will ja sparen.

Resümierend lässt sich die Ursache für dieses weitreichende Problem jedoch leicht isolieren und benennen: Die Mitarbeiter wissen nicht, was sie dürfen und was sie tun sollen.

Was also tun? Ganz einfach!

  1. Ermitteln Sie die möglichen Einsatzmöglichkeiten für anfallende Reste und legen Sie deren Anforderungen wie z. B. Länge und Breite, fest.
  2. Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern über die mögliche Verwendung von Reststücken und klären Sie diese über die unwirtschaftlichen Nebeneffekte von „wilden“ Lagern auf. Rechnen Sie ihnen ganz genau vor was diese extra Suchzeiten wirklich kosten.
  3. Legen Sie klare Regeln und Richtwerte für die Verwendung und die Entsorgung von Materialresten fest.
  4. Legen Sie feste Lagerplätze für Reststücke und Verschnitt an und Kennzeichnen Sie diese entsprechend.

Was sind die Ergebnisse dieser Maßnahmen?

Die Resultate dieser Maßnahmen sollten und werden mit hoher Wahrscheinlichkeit eine drastische Senkung der Suchzeiten nach sich ziehen. Infolgedessen sinken natürlich auch deine Kosten, da du mehr in der gewonnen Zeit erledigen kannst.

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